Laufen bei -6 Grad - Spaß ist was anderes

So nach langer langer Zeit, hab ich beschlossen mal wieder mein sportliches  Gedankengut zu verbreiten. Nach dem ich irgend wann nur noch Spinning betrieben hab - hab ich tatsächlich im Dezember beschlossen wieder regelmäßig zu laufen. Der Dezember ist auch der beste Monat dafür! Denn es ist Winter, endlich nich mehr so schwitzen. 

Was soll ich sagen, als Motivation hab ich mir einen Halbmarathon im März vorgenommen und sogar sehr professionell einen Trainingsplan gemacht. Den ich übrigens noch in keiner Woche einhalten konnte, denn ja es ist Winter - früh dunkel, arschkalt und arbeiten muss ich ja auch noch.

Letze Woche hatte ich das volle Motivationstief und hab mein 12km Lauf nach 5km abgebrochen, weil ich tatsächlich null Bock hatte und mufflig auf mich selbst war, weil ich mich trotzdem rausgequält habe. 

Dienstag hab ich mich dann 6,7km im Stockdustern am Main entlang so durchgeschlust. Es war super frostig mit fiesem Wind, mein Hintern war eingefroren und ich hab immer noch viele Läufer (nur männlich drahtige Modelle) gesehen.

Heute war dann die Taktik "warten bis Mittag" - habs geschafft von -11 auf -6 und bin dann mit 3 Lagen unten rum in die Wintersonne gestartet. Es gab mitleidige Blicke der Hundebesitzer und versperrte Wegpassagen von schlurfenden Rentern. Im Wald dann - keine Sau zu sehen, dafür 2 Pferde aus der Ferne und die Hoffnung, dass Maxi gestern gelogen hat, als sie von einfrierender Lunge bei zu kalter Luft sprach. Das Tuch vor Nase und Mund hat mich schon nach 500m aufgeregt, weils rutschte und ich es fast eingeatmet hätte - außerdem kommt für meinen Geschmack zu wenig Sauerstoff durch. Ein Blick auf die Geschwindigkeit:7:00-7:20 auf den km, 1min weniger als sonst bei der geplanten und geschafften Distanz von 8km. Am Ende war ich fast eine Stunde unterwegs und heil froh wieder zu hause zu sein. Ich hab dann tatsächlich in Gedanken auf die Taucher, die in Etappen auftauchen, erstmal die Wäsche im hauskalten Wäschekeller aufgehängt, bevor ich mich in die beheizte Wohnung mit 25 Grad Temperaturunterschied getraut habe. 

Dann hab ich tatsächlich 2Std. geschlafen - so fertig war ich, wo ich sonst kaum Probleme hab nich mal nach 4 Std. Sport am Stück. Wenigstens die gefroren Pfützen fand ich schön, das Laufen war nur Pflichterfüllung nach Plan. Morgen gehts zum Spinning - schwitzen in geschlossenen Räumen hat im Winter echte Vorteile. :)

 

Kommentare

Hallo Janine,
Ich kenne das, aber ich kann Dich beruhigen. Beim ersten Mal kommt es einem ganz schlimm vor, das zweite Mal ist es "nur" schlimm, und dann wird es besser. Beim vierten, fünften Mal hat man dann tatsächlich wieder Spaß! Gerade heute war das ein so toller Lauftag (ich bin 16 km am Main entlanggelaufen), das war richtig schön. Man muß sich nur gut einpacken, ich hatte drei Lagen übereinander.
Zum Thema Laufmotivation: wenn man sich klarmacht, daß man es tun will, dann geht alles. Arbeit? Ja, aber das sind maximal 10 Stunden bei einem Tag von 24 :). Früher bin ich abends gelaufen, aber dann merkte ich, daß mir keine Zeit zum Ausgehen blieb, also laufe ich morgens vor der Arbeit. Da ist man schon wach und erfrischt bei Arbeitsantritt!
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Kampf mit dem inneren Schweinehund, der Anfang is gemacht!

.... mir geht es auch so. Aber wenn man auch bei diesen Minusgraden läuft dann hat man hinten nach einfach ein tolles Gefühl. Das war bei dir auch so oder?

Run ON!
Willi

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